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Die Quelle der Unzufriedenheit

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„Der Wunsch nach mehr positiver Erfahrung ist an sich eine negative Erfahrung. Und paradoxerweise ist die Akzeptanz der negativen Erfahrung an sich eine positive Erfahrung.“

~ Mark Manson


Es gibt viele Wege zum Glück, wobei es nahezu unmöglich ist, eine universelle Anleitung zu geben. Einfacher fällt es da, ein Rezept für Unzufriedenheit auszustellen: Setze sehr hohe Erwartungen an dich selbst. Um deine Unzufriedenheit wirklich sicherzustellen, verschiebe deine Erwartungen, sobald du Gefahr läufst, sie zu erfüllen. Ganz easy, oder? 😉

Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die sich gerne Ziele für die Zukunft setzen (ich tue das auch - hier übrigens ein Beitrag dazu). Vielleicht motiviert es dich und hilft dir dabei, Aufgaben mit Freude zu erledigen, weil du in der Tätigkeit einen höheren Sinn siehst. In diesem Fall können Ziele und Zukunftsvisionen als Katalysator dienen.

Andererseits, und das ist leider nicht selten der Fall, können sich Ziele und Erwartungen destruktiv auf dein Glücksempfinden auswirken. Es entsteht eine Lücke zwischen dem Status quo und deiner Wunschvorstellung. Erst diese Diskrepanz gibt der Unzufriedenheit Raum zur Entfaltung.

Es kann natürlich sehr zu deiner Lebensqualität beitragen, ein Ziel zu verfolgen, aus dem sich womöglich sogar eine Leidenschaft entwickelt. Das ist aber nur dann der Fall, wenn du das Ziel als eine Art Wegweiser siehst und nicht als unumgängliche Voraussetzung für deinen Seelenfrieden.

Dein Leben ist letztendlich nichts weiter als die Summe aller Momente. Unter der Annahme würde ein rundum zufriedenes Leben bedeuten, jeden Moment zu einer positiven Erfahrung zu machen. Das ist natürlich völlig utopisch, um nicht zu sagen unmöglich. Es verdeutlicht aber, dass du wahre Glücksmomente nur jetzt erschaffen kannst und sie niemals in der Zukunft finden wirst.

Bedenke daher Folgendes: Die Vergangenheit mag dein Lehrer und die Zukunft dein Kompass sein. Aber die Gegenwart ist dein Leben.

Sei dir immer darüber bewusst, dass du nur diesen Moment hast und jedes Ziel nur Mittel zum Zweck ist. Du weißt ja selbst, wie es sich anfühlt, wenn du ein langersehntes Ziel erreichst. Ein kurzer Glücksmoment tritt ein, der dann von einer Welle neuer Ziele und Probleme erschlagen wird. Dies ist ein Kreislauf, der niemals enden wird.

Oft sind nicht die Dinge, die uns angeblich fehlen, um ein glücklicheres Leben führen zu können, die Ursache für unsere Unzufriedenheit, sondern allein die Vorstellung, dass unsere Umstände anders sein müssten.

Ein großer Schritt hin zu mehr Zufriedenheit besteht darin, deine Erwartungen zu lockern und dein Glück nicht in einer illusorischen Zukunft zu suchen, sondern in genau diesem Moment. Es ist gut so, wie es ist.